Seit wenigen Wochen haben wir als zusätzliches Angebot ein Nähcafé für Frauen etabliert, das zweimal pro Woche stattfindet. Geleitet wird es von einer Bewohnerin, die ausgebildete Schneiderin ist und ihr Wissen mit viel Engagement weitergibt. Zwei Dolmetscherinnen begleiten das Angebot und erleichtern so die Verständigung.
Die Gruppe ist bunt gemischt: Manche Frauen bringen bereits viel Näherfahrung mit, andere sitzen zum ersten Mal an einer Nähmaschine. Die Bewohnerinnen lernen voneinander, helfen sich gegenseitig und probieren gemeinsam Neues aus. Die Materialien stammen zum Teil aus Spenden: Stoffreste, die Mitarbeitende des ijgd zur Verfügung stellen, finden im Nähcafé eine sinnvolle und kreative Weiterverwendung. So entstehen Jutebeutel oder Kissen oder eigene Kleidung wird geändert. Mit der Zeit wachsen Fähigkeiten und Selbstvertrauen und viele Teilnehmerinnen setzen mittlerweile auch eigene, selbstständige Nähprojekte um. Gleichzeitig kommen immer wieder neue Bewohnerinnen hinzu, die herzlich in die Gruppe aufgenommen werden.
Das Nähcafé ist damit nicht nur ein kreativer Raum, sondern auch ein Ort der Begegnung und Selbstwirksamkeit für die Bewohnerinnen.






